Mit Lauten spielen
Sprachlaute fängt man beim Spielen ein, nicht beim Korrigieren
Spielend lernen
Der Mund ist ein Instrument, und hier stimmt ihr es beim Spielen. Ihr macht den Laut des Motorrads, der Schlange und des Zuges, pustet Federn über den Tisch und sucht, mit welchem Laut sein Name anfängt. Dein Kind spürt, wo jeder Laut vibriert — an den Lippen, an der Zunge, im Hals — ohne eine einzige Korrektur. Man verbessert einen Laut, indem man ihn selbst richtig sagt, nie indem man ihn nachsprechen lässt.
Je nach Alter: Mit 2-3 Tierlaute nachmachen und pusten; mit 4-6 den ersten Laut der Wörter jagen und ihn zum Spaß austauschen.
Was ihr braucht
- ·Ein kleiner Spiegel
- ·Eine Feder oder ein Papierschnipsel zum Pusten
- ·Sonst nichts: eure beiden Stimmen
Vorbereitung
Setzt euch vor den Spiegel, damit ihr beide eure Münder seht. Das war's.
Wie es abläuft, Schritt für Schritt
- 1
Macht zusammen Laute von Tieren und Dingen: das Motorrad „rrrr", die Schlange „ssss", der Zug „tuff-tuff"
- 2
Schaut im Spiegel, was der Mund bei jedem Laut macht (Lippen zusammen, Zunge raus)
- 3
Pustet die Feder über den Tisch: auch die Luft macht Laute
- 4
Jagt, mit welchem Laut sein Name anfängt und die Dinge im Haus
- 5
Wenn es anders herauskommt, korrigiere nicht: sag du das Wort richtig und spielt weiter
Sicherheit
Feder und Papierschnipsel weg vom Mund von Kindern unter 3; pustet im Sitzen, ohne Schwindel.
Dein Werkzeug für den Moment
Die goldene Regel des Sprechens: Man macht es vor, man korrigiert es nicht. Sagt es „Tatze" statt „Katze", antwortest du natürlich „ja, eine Katze" — es tausendmal richtig zu hören lehrt; ums Wiederholen zu bitten lehrt nur, dass Sprechen eine Prüfung ist.
Der Satz, den es behält
«Mein Mund macht Laute. Ich probiere sie beim Spielen. Jeden Tag klappen sie besser.»
Das pädagogische Warum
Die phonologische Bewusstheit — mit den Lauten der Sprache spielen — ist der beste frühe Vorhersagewert für das Lesen und wird mit Reimen, Lauten und mündlichem Spiel lange vor den Buchstaben trainiert. Sprechen lernt man durch Zuhören und natürliches Vormachen, nicht durch ausdrückliche Korrektur.
Ehrlich gesagt: Jedes Kind hat sein Tempo, und viele Laute (das „r", das „s") werden erst mit 5-6 beherrscht: das ist zu erwarten, kein Problem. Wenn es mit 3 außerhalb der Familie kaum jemand versteht, geht zur Logopädin.
Quelle: American Speech-Language-Hearing Association (ASHA), Meilensteine der Kommunikation; National Reading Panel (2000), phonologische Bewusstheit
Auf Grundlage der Entwicklungspsychologie und zitierbarer Quellen. Ersetzt keine fachliche Einschätzung; bei Sorgen sprich mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.
Was du bekommst
- 1
Der Audio-Guide der Aktivität mit Tilos Stimme, Schritt für Schritt
- 2
Die Materialien von zu Hause, die ihr braucht – nichts zu kaufen
- 3
Die illustrierte Geschichte und ihre Audio-Geschichte zu genau dieser Situation
- 4
Das Lied des Moments, maßgeschneidert
- 5
Der Familienleitfaden: wie du das Spiel und die restliche Woche aus der Ruhe heraus begleitest
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Mit Lauten spielen
Sprachlaute fängt man beim Spielen ein, nicht beim Korrigieren
Dieser Vorschlag ist noch nicht erhältlich: Samantha muss den vollständigen Moment und alle sechs Sprachen freigeben.